Die drei Gleichen

13 05 2008

“Hä, was ist das denn?” werden sich die meisten wohl fragen. Die drei Gleichen sind Teil des “Thüringer Geoparks Drei Gleichen“, ein idyllisches Stückchen Erde zwischen Arnstadt und Gotha. Der Name rührt von den drei dortigen Burgen her: Die Burg Gleichen, die Mühlburg und die Wachsenburg.

Bei diesem herrlichen Sommerwetter also Grund genug am Pfingstmontag eine kleine Wanderung zu unternehmen. :D Früh morgens machten wir uns zu viert vollbepackt auf zur Bummelbahn in Richtung Erfurt, Ausstieg beim Bahnhof Wandersleben (in Fahrtrichtung rechts ;-) ). Sehr sehr leidend musste ich alsbald feststellen, dass es einen doch sehr wurmt ein paar Rennradfahrer zu sehen, während dass eigene Rad mit Rahmenbruch in der Ecke schmort. :evil: Schon direkt beim Verlassen des kleinen Örtchens Wandersleben konnte man die drei Tagespunkte erspähen. Schon kurze Zeit später nahmen wir den ersten Anstieg in Angriff um aggressiv nicht den Abhang abzurollen, sondern anständig (oder albern (Auslegungssache)) am Aussichtspunkt anzukommen. Geschaaaft! :D
Die Burg Gleichen gleicht momentan leider nur noch einer Ruine, aber einer sehr gut erhaltenen mit ein paar wirklich sehr schönen romantischen Ecken. Aber was erzähl ich, sollen doch die Bilder mit vielen Aus- und Durchblicken sprechen:

Burghof
Ausblick auf die Mühlburg
Durchblick #1
Durchblick #2

Nach der ersten kurzen Mahlzeit wurden die Wanderstiefel wieder geschnürt und auf gings durch den dichten Dschungel thüringischer Berghänge in Richtung Mühlburg. Auf dem Weg dort hin stolperten wir quasi über die Oel- & Graupenmühle und folgten unserer Wegbeschreibung dem kleinen Flüsschen durch Mühlberg. Leider suchten wir vergebens nach der Karstquelle desselbigen, da wir aus Versehen falsch abgebogen waren, aber so ein kleiner Viadukt ist auch ein schönes Fotomotiv.

Viadukt

Kurze Zeit und einen steilen Anstieg später erreichten wir die Mühlburg. Leider nicht ganz so gut erhalten, aber der perfekte Ort um die mitgebrachten Pfannkuchen, Fleischbällchen, Sandwiches, Kartoffelsalat, Äpfel, Birnen und Trauben in einem ausgedehnten Mittagsmahl in der prallen Sonne lecker zu vertilgen. :D

Mühlburg

Nach dem obligatorischen Gruppenfoto machten wir uns über den Bergrücken der Schloßleite (Gustav-Freytag-Weg) zu unserem letzten Ziel auf. Wenn ich mich richtig entsinne finden sich hier viele kleine Grenzsteine aus dem Jahre 1777, die das Hoheitsgebiet des Bischofs von Mainz begrenzten; auf der Rückseite das Erfurter Mühlrad. Langsam traten die ersten Müdigkeitsanfälle bei uns auf - aufgrund der vielen Hitze und des vielen Wanderns - aber verschiedene Kuriositäten lockerten während des ganzen Tages über immer wieder unseren Weg auf :lol:

Sonnenuhr

Schließlich erreichten wir über den Alabasterbruch die Veste Wachsenburg, die besterhaltenste Burg der drei Gleichen. Dort kann man als Wanderer oder Radfahrer auch mit frischem Hopfenmalz versorgt werden, was wir uns natürlich nicht zweimal sagen ließen.

Wachsenburg

“Der ist gemein zu mir!” (kleiner Insider) :-P Wer unartig ist kommt übrigens hier rein:

Pranger

Gut gelaunt mit vollem Magen konnte ich schließlich meinen Rekord im blind laufen auf 500 Schritte ausdehnen. 8O Am Bahnhof Haarhausen nahm uns nach geschätzten 8 Stunden lustiger und sehr gemütlicher Wanderung wieder die mit Radfahrern und Studenten überquellende Bummelbahn nach Ilmenau auf.
Die drei Gleichen sind eine wunderbare Idee für einen sehr schönen Tagesausflug mit toller Natur und angenehmer Strecke, also zum nachmachen unbedingt empfohlen! Danke für diesen tollen Tag und ich bin mal gespannt wer morgen den besten Sonnenbrand hat. ;-)





mobiler Hürdenlauf - Chronik einer Pannenserie

4 05 2008

Während der letzten Tage brutzelten endlich die ersten starken Sonnenstrahlen des Frühlings auf das beschauliche Ilmenau hernieder. So versuchte ich aus der super guten Laune heraus alle Komillitonen anzuschreiben um nach der Uni noch irgendwas cooles gemeinsam zu unternehmen. Doch oh Schreck, was ist das? Mein Mobiltelefon ist weg! Gerade jetzt wo ich es einmal bräuchte… :roll:
Dabei war es vor der letzten Übung doch noch anwesend, aber meinte wohl es müsste sich spontan mal verkrümeln. Sommerpause oder so. Ich degradierte die super gute Laune daraufhin umgehend nur noch zu einer Laune. Immerhin war ich mir relativ sicher es in dem Raum der gerade besuchten Übung verloren zu haben, was es glücklicherweise einfach machte direkt an Ort und Stelle einen Zettel mit meinen Kontaktdaten zu hinterlassen — in der Hoffnung es möge jemand finden.
Frustriert begab ich mich auf den Heimweg als mir in meiner akuten Notlage des “Niemanden-Erreichen-Könnens” einfiel, ich könnte ja schnell noch bei Komillitonen aufm Campus vorbeischauen um mich schnell selber zurückzurufen, denn falls schon jemand des Mobiltelefon gefunden hätte könnte ich es ja sofort wieder abholen ;-) Nach 4 vergeblichen Versuchen, 1x Club und 1x FEM-Office gab ich es auf, niemand war da. Logisch, die lagen wahrscheinlich zu diesem Zeitpunkt bereits alle in der Sonne und wunderten sich wo ich denn so lange bleibe.
Endlich klappte es und ich konnte ein Telefon ergattern um mich selbst anzurufen. Doch es ging niemand ran; logisch, denn ich war ja auch gar nicht da. :lol: Später fiel mir dann ein, dass sowieso niemand dran gegangen wäre, denn das Telefon war zwar an, doch sowohl Ton als auch Vibrationsalarm ausgeschaltet, es hätte also niemand bemerkt. Als es mich später am Abend doch noch bis nach Hause drängte musste ich zu meinem großen Ärger feststellen dass sich das Wetter proportional zu meiner Stimmung verhielt: es regnete mittlerweile wie aus Kübeln. Um nicht im Pullover zu laufen lieh ich mir erneut die Jacke eines Komillitonen (DANKE!), zu blöd wenn man keine eigene mehr hat…
Nachdem ich endlich ziemlich angepisst mit miesester Laune zu Hause angekommen war wartete beim e-mails checken eine freudige Überraschung auf mich: als Absender erkannte ich einen interessanten vielversprechenden weiblichen Namen und als Betreff war nur “Hi!” angegeben. Toll dachte ich, es gibt in Ilmenau tatsächlich noch Zeichen und Wunder. Entweder hat sie mein Mobiltelefon gefunden oder sie will ein Date mit mir. Juhu! :-) Der Inhalt der mail war in etwa folgender: schick mir bitte jetzt deine Spaßkassen-Pin-Nummer und du kannst ein afrikanisches Land deiner Wahl zum halben Preis kaufen um deine Potenz zu steigern.
Am nächster Tag ist ja bekanntlich manches besser, aber eben nicht alles. Erstaunt stellte ich fest dass ich vor lauter Ärger viel zu früh aufgewacht war und aus lauter Ärger darüber natürlich nicht mehr einschlafen konnte. Also kann man ja auch mal pünktlich zur Uni gehen. Uhrzeit: 6:50. Wird knapp noch rechtzeitig zu erscheinen, also einen kleinen guten-Morgen-ich-fühl-mich-immer-noch-so-beschissen-wie-gestern-Abend-Sprint eingelegt. Völlig außer Puste öffnete ich die Türe zum Übungsraum nur um festzustellen, dass dieser völlig verwaist ist. Zum Glück war ich außer Atem, denn so fehlte mir die Energie um mich aufzuregen. Ein paar Minuten (zu) später erschien dann auch zufälligerweise die Übungsleiterin, kurz darauf immerhin noch ein weiterer Komillitone. :?
Als ich wenig später erfuhr dass die letzten Klausurergebnisse raus sind musste ich mir am Thoska-Automaten das bestätigen lassen was ich bereits seit langer Zeit vermutete: durchgefallen.
Mittlerweile war ich bereits mehrmals am Raum in dem sich am gestrigen Tage mein Mobiltelefon selbstständig gemacht hatte vorbeigeschritten, doch jedesmal war die Tür abgeschlossen und mein Zettel hing immer noch dran. Nun ein Lichtblick: gegenüber stand eine Tür weit geöffnet. Hinter unzähligen Tischen von Messgeräten entdeckte ich auch tatsächlich eine Person die mir aber leider auch nicht weiterhelfen konnte, obwohl ich ihr meine tragische Leidensgeschichte in Kurzform vor den Latz knallte. Immerhin konnte ich auch hier einen Zettel hinterlegen; der Witz daran ist, dass ironischerweise an der Tür der Schriftzug “Mobilfunkmesslabor” steht. :roll:
Bei der 11 Uhr Vorlesung erfolgte dann der Tiefpunkt des Tages, da ich nach 5 Minuten nur noch Bahnhof verstand, nach 10 Minuten bereits Hauptbahnhof, nach 20 Minuten war ich bei der U-Bahn angelangt und es ging immer tiefer. Selbst das Wetter wollte mir nicht mehr gesinnt sein und ich verfluchte in dem Moment Petrus als er es tatsächlich wagte einen Sonnenschein durch die trübe Wolkendecke zu schicken. Ohne ein Wort zu sprechen und angesäuert bis aufs letzte schaufelte ich mein Standard-Einheits-Mensa-Mittagessen in mich hinein. Geholfen hat es auch nichts, denn:
da hatte ich mir doch extra früh morgens noch den Raum für die Mathe 2 Übung herausgeschrieben, doch nach ein paar Minuten kamen mir erste Zweifel und ich fragte eine der anwesenden Studentinnen: “Kleine Frage, ist das hier eine Mathe- oder eine Physikübung?” “Physik!” “Scheisse!” Da war sie: die endgültige Resignation der Frust- und Pannenserie. :cry: Mit letzter Kraft brachte ich noch ein müdes Lächeln über die Lippen um mich umgehend zu verkrümeln. Selbst der öffentlich zugängliche PC über den die Informationen der aktuellen Raumbelegung zugänglich sein sollten rechnete nicht mehr mit meiner Anwesenheit und beschloss spontan sich just in dem Moment neu zu booten als…
Ich schleppte mich kopfhängend ins MT-Sekretariat um Auskunft zu erhalten ob denn ein Mobiltelefon gefunden worden sei. Sei es nicht hieß es, aber hier wäre jemand mit einem passenden Schlüssel. Keine zwei Minuten später hielt ich dieses bösartige Stück halbwegs hochentwickelter verhängnisvoller Elektronik wieder in den Händen. :-)
Die Moral der ganzen Sache: mit breitem Grinsen und einem sich spontan entwickelnden Anfall von guter Laune schritt ich zurück zu meinen Komillitonen in die Mensa, die gerade dabei waren sich über Einlassspiele zum Tag des roten Autos den Kopf zu zerbrechen. Erstaunt über meine Ankunft schilderte ich ihnen meinen Kreuzzug ausführlich. Gerade als ich damit abschloss tauchte (nach mehrmaligem Anrufen (!!!)) noch ein weiterer Komillitone auf. “Wo warst du denn so lange, wir haben dich vermisst!?” “Ich musste mein Mobiltelefon noch suchen.” 8)





Revue vs. Rakete

2 01 2008

Ein paar Schneeflocken fallen vom Himmel, fast unmerklich doch leise bedecken sie den angekohlten Rost des Gartengrills mit einer feinen Schicht Frost. Ein letztes Mal dieses Jahr soll es zum Leben erweckt werden, das feuerspeiende und wohlriechende Ungetüm aus Blech und verrosteten Metallschrauben. Ächzend und knisternd kommt die Glut in Gang ehe sie sich zu einem nahezu unbemerkten aber konstantem Lichtschweif voll Hoffnungsschimmer in einer klaren kalten Dezembernacht emporhebt. Wie Glühwürmchen vom Licht angezogen huschen tief vermummte Gestalten durch den Garten hinterm Haus der noch mit Herbstblättern bedeckt ist. Eine ausgediente Wäschetrommel thront auf einem Metallgerüst und wird beständig mit Altpapier gefüttert. Die eine Hand wärmend über dem Feuer, die andere hält voller Stolz eine Thüringer Rostbratwurst im Brötchen. Von der alten Plastikgartenbank ist nicht mehr viel zu sehen: Salat, Teller, Besteck, Ketchup und Senf haben sich auf ihr postiert während aus dem nebenan stehenden Topf dampfende Schwaden mit würzigem Glühweingeruch die bizarre Szenerie in Genüsslichkeit und Wohlbehagen einhüllen.
Die nächsten Tage macht sich vorweihnachtliche Stille breit. Langsam verlassen alle wie Schneeflocken vom Wind verzaubert den kleinen Ort an der Grenze zum Thüringer Wald und kehren heim in die warmen Stuben ihrer Kindertage. Besonnen und nachdenklich sitze ich am Schreibtisch und überlege wann sie wohl wiederkommen werden – die Menschen, die Freunde die dieses Jahr zu so einem aufregenden, schönen, lustigen, erlebnisreichen und vor allem unvergesslichen Jahr gemacht haben. :-)
Währenddessen ächzt das tiefschwarze Holz des Klavieres aus dem vorherigen Jahrhundert in Anbetracht der Zeit bedrohlich von hinten als Vorwarnung stellvertretend für die abertausenden Übungsstunden pubertierender Schüler die alljährlich zu Weihnachten ihre Großeltern mit meisterlichen Werken auf der Blockflöte zu inspirieren ersuchen. :lol: Die schwere Schuld des atonal polyphonen Klanges spaltet die (un)freiwillige Zuhörerschaft in zwei ewig rivalisierende Lager, die eine wohlwollend entzückende wangenschmatzende Begeisterungsstürme ausrufend, die andere erwähnt sich im stolzen Besitz eines modernen Hörgerätes mit zwei Richtungsmikrofonen dessen Funktionstüchtigkeit sich durch die rasche Betätigung des Schalters “off” zumindest kurzfristig unterbinden lässt.
Damit es nicht ganz so weit kommmt präsentiert die Tante mit Inbrunst und voller Stolz das Weihnachtsmenü. Dieses Jahr hat sich die “Brigitte” die Dreistigkeit erlaubt und kein Festtagsrezept veröffentlicht, aber ein adäquater Ersatz war leicht gefunden so dass den erstaunten und erfreuten, von nah und fern zusammenkommenden Omas und Enkelkindern nun die heroisch aus der Werbeindustrie für Kitschblättchen betitelte “Charme-Offensive” dem Gaumen schmeicheln darf. ;-)
Aus dem allgemeinen Freudentaumel zu Weihnachten heraus schließt sich das an was der postmoderne Jugendliche wohl heutzutage neudeutsch mit chillen ausdrücken würde. Bis spät in die Nächte ziehen sich die Besuche bei den besten Freunden hin, da wird unbeschwert geredet, gegessen, getrunken, gespielt und gelacht.
Die 16 Pfännchen des Raclettegrills sind schon ganz heiß darauf dass sie in ihre Slots wie Speicherkarten in den PC geschoben werden. Pullover fliegen davon weil die Hitze unerträglich wird. Ein Duftmix aus Pilzen, Mais, Speck, Gurken, Kartoffeln und den üblichen drei Verdächtigen Schinken, Käse, Ananas überzieht den festlich dekorierten Raum im Wohnheim mit allgemeiner Heiterkeit. Wie ein Donnerschlag bringt die Bassbox die mit Eiskristallen bedeckte Glasscheibe zum vibrieren als würden sich die Massen des draußen kaltgestellten Sekts direkt bei uns beschweren sie würden schon das perlen anfangen. Doch wie ein Urknall jagt der uneingeschränkte universale Herrscher aller Mixgetränke der aquamarinblaue pangalaktische Donnergurgler durch unsere Köpfe - wobei ich spontan an Wick Blau in flüssiger Form denken muss. 8) In dieser letzten Nacht macht sich vor dem Audimax Partystimmung breit. Man sieht erstaunlich viele junge Leute, dicht an dicht stehend in Wollmütze und Strickschal gehüllt. Mit eisigen Fingern werden Raketen ihrer Sicherheitsvorkehrung entledigt; während im Hintergrund die Wunderkerzen aufleuchten und die Sektkorken knallen breitet sich vor und über unseren Köpfen ein wundervolles Panorama, ein Farbenspiel aus tausenden bunten Lichtern aus und man spürt wie in einem Traum in jedem kleinen Äderchen die pure Freude, das pulsierende Leben durch den Körper strömen und in Wärme aufgehen.

:-) Ich wünsche Euch ein wunderschönes Jahr 2008! :-)





Neues von der Lautsprecherfront - die NuDays 2007

5 11 2007

Dieses Wochenende war es soweit und ich konnte meinem Lautsprecherhersteller Nubert einen Besuch abstatten. Dieser veranstaltete zum wiederholten Male seine NuDays, quasi zwei ausführlichere Tage der offenen Tür die den sehr offenen freundschaftlich kollegialen Umgang sowohl mit allen Mitarbeitern der NSF als auch mit den Teilnehmern des NuForums ermöglichte. :D Hinzu kamen viele spannende Produktneuvorstellungen, viele spannende Vorführungen, ausgiebige Hörsessions, leidenschaftliche Diskussionen und vor allem jede Menge Spass! 8)

Regelmäßige Leser wissen, dass ausführliche Berichte immer unter der Rubrik articles abgelegt werden. Einfach klicken und ihr erfahrt alles über die NuDays 2007. Bebildert, live und unzensiert.





Erstiwoche 2007

15 10 2007

Wie schnell doch manchmal die Zeit vergeht und schon ist ein ganzes Jahr in Ilemau rum. An der TU gab es auch dieses Jahr wieder die beliebte Einführungswoche für die Erstsemestler. :D Während der Erstiwoche wird den “jungen Hüpfern” (ich als “alter Hase” darf das sagen) ein vielfältiges Programm geboten. Neben einem kurzen Matheauffrischungskurs - dessen Nutzen sich mir bis heute nicht erschlossen hat - und diversen Treffen mit den Tutoren sind es ja vor allem die außeruniplanmäßigen Veranstaltungen die auf sehr rege Zustimmung stoßen. :wink:
So gab es jeden Morgen ein leckeres Frühstück in den Clubs mit allem was der hungrige Studentenmagen so begehrt: Brötchen, Nutella, Honig, Marmelade, Wurst- und Käseplatten, diverse Müsli mit Milch (jaja die ist teurer geworden in letzter Zeit, aber der StuRa hat’s ja (und das ist auch gut so 8) )), Kaffe, Tee… Dieses Jahr konnte ich ein paar Mal mithelfen, was auch enorm viel Spass gemacht hat. Gut - man muss sich früh um kurz vor 7 während den Semesterferien aus den Federn quälen und hat auch mal Spüldienst, aber viele neue Gesichter zu sehen, einen Haufen gute Laune mit auf den Weg zu bekommen und dabei als Krönung auch noch lecker zu brunchen: einfach unbezahlbar. :lol:
Mit ein paar Komillitonen macht die Erstiwoche umso mehr Spass wenn man noch die anderen Veranstaltungen mitnimmt. So beispielsweise die Ersti Night Fever Party im HüHo. Spät in der Nacht gabs dann auch meterhohen Schaum; wer wollte konnte sich ohne schlechtes Gewissen mal so richtig einsauen und bis in die Puppen tanzen. Oder der Bierathlon am Montag (ach nein offiziell heißt das ja Kickelhahnwanderung). :lol: Aber falls hier jemand “Fremdes” auf meinen Blog stößt: richtig kombiniert, ich war einer der beiden Jungs die den ganzen Bierkasten mit hochgeschleppt/geleert und dabei wohlgemerkt den alten Rekord um 1:30 Stunden unterboten haben. Noch ein bißchen Mensa-SAP und schon gehts wieder mit der normalen Vorlesungszeit los. :roll:
Was sind wir nun eigentlich philosophisch betrachtet? Zweitis? Drittis? Die die überlebt haben? Für den Rest des Studiums bleibt ja noch ein wenig Zeit darüber nachzudenken. Soweit euch einen guten Start ins neue Semester, packen wir’s! :D





Triple-Birthday-Goodbye-Party

14 10 2007

War das eine tolle Party gestern, hat ordentlich gerockt! 8) Drei Geburtstagskinder und einmal eine Abschiedsfeier aus Ilmenau. Es hat alles ganz wunderbar geklappt, von der Planung, Vorbereitung, die Party selbst und das große Saubermachen heute früh. Thx an meine drei spitzenmäßigen Mitstreiter! Wir haben high noon und es sieht hier absolut blitzeblank aus! 8O Vielen Dank an die super geduldigen Nachbarn, das ist keineswegs selbstverständlich. Ich hoffe es hat allen Gästen geschmeckt, insbesondere die Schlammbowle, Bier, Sekt, die vielen leckeren Kuchen, Salate, Spießchen… :wink: And most wanted: danke an euch liebe Gäste, ihr seid das allerwichtigste überhaupt, man kann sich einfach keine besseren wünschen!!! :D Und auch dankeschön für die Geschenke, ich bin überwältigt!
So jetzt schlaft erstmal euren Kater aus und frühstückt schön. :wink: Bis in spätestens einem Jahr… ;-)





*danger* very long & heavy instrument *danger*

30 07 2007

Es hätte so schön werden können… doch es kam leider anders. :roll: Durch eine zufällige Wendung kam ich an das Glück bald ein echtes Klavier mein Eigen nennen zu können. So ein richtiges mit Holz und Saiten ;-) Genau dieses sollte heute zu seinem neuen Standort verfrachtet werden.

So versammelte ich mich mit ein paar zuverlässigen kräftigen hilfsbereiten Komillitonen um die Sache gemeinsam in Angriff zu nehmen. Für die Gewichtsreduktion des Instruments ist es unbedingt erforderlich die Mechanik mit den Hämmern und der Dämpfung zu demontieren, denn das Klavier steht im 2. Stock. Mit Spanngurten versuchten wir der die Sache richtig zu verzurren um einen ersten Versuch die Treppe herunter zu wagen.
Dies ging soweit ganz gut bis die Wand des Treppenhauses im Weg war. Eigentlich auch gar nicht schlecht, denn so konnten wir eine kurze Pause einlegen. Beim Versuch das Klavier weiter die Treppe herunter zu tragen mussten wir feststellen, dass das Treppenhaus weder von seinem architektonischen Grundriss noch von seiner Bausubstanz für so einen Transport geeignet ist. Denn leider rissen wir große Löcher in die Wand, wir konnten sogar schon ein (zuvor) fest verputztes Rohr sehen. 8O Wie bei so einer alten ägyptischen Ausgrabung. Dazu kam dass sich das Klavier so verkantete dass es komplett stecken blieb. :twisted:

Von jugendlichem Eifer getrieben starteten wir einen 2. Anlauf, wofür gleich noch die beiden Pedale, alle Tasten sowie der komplette Spieltisch entfernt wurde. Mit vereinten Kräften versuchten wir unser Glück, doch das enge Treppenhaus war wohl auf der dunklen Seite der Macht, so dass sich das Klavier abermals verkantete. Mit fortschreitender Zeit machte uns das Gewicht des Instrumentes v.a. mit seinem schweren Gussrahmen zunehmends zu schaffen. Das gibt schöne rote Striemen quer über die ganze Schulter und einen ordentlichen Muskelkater. Ein Königreich für eine gute Masseuse!

Achtung an alle Musiker, insbesondere die Pianisten: den nächsten Satz bitte übspringen! :cry: Als einzige verbleibende letzte Rettung erschien uns die Säge mit der wir die Beine des Klavieres entfernten. 8O Keine Sorge, es steht auch so aufgrund seines Gewichtes stabil.

…nach geschlagenen 4 Stunden und 8 geschafften Treppenstufen mussten wir stagnierend einsehen, dass das Vorhaben “Klaviertransport” gescheitert war, wie frustrierend. Schade, denn der dazugehörige LKW wäre schon bereit gestanden. So obliegt mir wohl oder übel Morgen früh die unangenehme Pflicht professionellen Möbelpackern einen neuen Auftrag zu erteilen. Das Klavier ist ja schließlich nicht in den 2. Stock geflogen. :lol: Und wenn es hoch gekommen ist kommt es auch irgendwie wieder runter! Wir haben es eben heute leider nicht geschafft…

Was für ein Abenteuer mit noch unbekanntem Ausgang. Ich danke allen Helfern die so fleißig und tatkräftig mit angepackt haben. Ihr seid ein super Team, Jungs! Danke! :D Wird fortgesetzt…

[edit 31.07.07]

Waaahnsinn! :lol: Nachdem ich gestern mit ein paar professionellen Möbelpackern telefoniert habe, die das Klavier auch transportieren können und es dafür mit entsprechendem Fachpersonal auch ordentlich einpacken würden musste ich leider feststellen, dass deren preisliche Vorstellung sich nicht mit meinem Budget deckt. Ab 200€ aufwärts… 8OAlso blieb uns als letzte Alternative nur noch einen letzten dritten Versuch zu starten. Dazu holte ich aber noch Schwerlastgurte zum tragen. So konnten wir zumindest an einem Ende eine richtige Trageschleife für die Schulter basteln, das ging wunderbar. Mit richtig kräftig anpackenden Händen starteten wir die enge steile Wendeltreppe hinab und oh Wunder oh Wunder: es funktionierte! 8)

Der organisierte LKW mit Hebebühne stand auch schon bereit. Die restliche Prozedur, wieder rein in die neue Wohnung (zum Glück Erdgeschoss) war ein Kinderspiel, ganz easy mit Rollwagen. :wink: Darauf erst mal ein leckeres Bierchen… :D


So nun steht das schöne schwarze Instrument also hier im Zimmer und ich kann es noch gar nicht fassen. 8O Noch sollte es ja ordentlich geputzt und gereinigt, die Mechanik überprüft, wieder zusammen gebaut und gestimmt werden. Mal schaun ob das so klappt wie ich mir das vorstelle. Eine schöne Aufgabe für die Semesterferien.

@ alle Helfer: eine absolute Meisterleistung, ohne euch wär gar nichts gegangen. Ganz vielen herzlichen Dank, dass ihr so fleißig mitgeholfen habt um mir so einen kleinen Traum zu erfüllen! :D

[/edit]





Ist es nicht einfach herrlich…

2 07 2007
  • früh morgens total verschlafen unfreiwillig :wink: wachgeklingelt zu werden
  • total verpeilt vergessen haben Bier einzukaufen, das aber vor Ort direkt nachholen zu können
  • ein leckeres Weißwurstfrühstück mit Weißwürsten, Brezeln, Weißbier und den besten Freunden zu genießen :D
  • sich den vollgefutterten Bauch mit Wasser voll zu pumpen um dem Bier entgegenzuwirken
  • einen Hörtest zu machen, sich dabei einfach sauwohl zu fühlen weil’s so schön am Rücken kribbelt und gleichzeitig tierisches Interesse haben mit zig Bemerkungen zum eigentlichen Testverlauf 8)
  • mal durch eine “normale” Elektronik-Vorlesung wieder auf den Boden der Tatsachen geholt zu werden
  • das Thoska-Terminal im Rechenzentrum zu benutzen und sich dann nicht mehr einkriegen denn…
  • eine Klausur in Visueller Kommunikation betrunken mitzuschreiben, sich die lustigsten Beispiele mit McDonalds im afrikanischen Dschungel auszudenken und überraschenderweise mit dem bestmöglichen Ergebnis wieder herauszumarschieren :lol: . :lol: . :lol:
  • eine der lustigsten Mathe-Vorlesungen ever mitzuerleben, mehrere Lach-flash’s zu bekommen und nie vergessen dass die weiße Kreide nicht zum essen da ist
  • den allerersten Strich auf der “ich hab für die WG was eingekauft”-Liste machen zu dürfen 8)
  • einen neuen Hanuta-Komplett-Packung-Schnell-Ess-Rekord aufzustellen
  • und jetzt das alles auch noch der ganzen Mitleserschaft per blog mitzuteilen…
  • Was für ein herrlicher Tag, wenn man sich so sauwohl fühlt!
    … und jetzt dürft ihr mich steinigen! :lol:





    Bierathlon

    26 06 2007

    @ meine Komillitonen:
    Gestern war es endlich soweit. Ein großartiges highlight des Ilmenauer Studentenlebens: der Bierathlon im Rahmen des Bergfestes 2007 fand statt. 8)
    Die Regeln sind ganz einfach:
    - eine Mannschaft besteht aus 4 Mitgliedern (Männlein, Weiblein oder gemischt)
    - Start: Festhalle Ilmenau (ca 470m) mit einem vollen Kasten Bier
    - Ziel: der Kickelhahn (861m) mit einem leeren Kasten Bier
    - wer zuerst oben ist hat gewonnen (obwohl es ja gar nicht um’s gewinnen geht, sondern nur um den Spass)

    Also versammelten sich um 13 Uhr ca 180 Mannschaften in den wildesten Köstumen um dem diesjährigen Motto “welcome to the jungle” gerecht zu werden, was auch einigen Gestalten verblüffend gut gelang 8O Na egal - Hauptsache Verkleidung, denn die ist Pflicht!

    Bierathlon Start

    großer Andrang beim Start

    Es erfolgte der Startschuss worauf die ersten Leute mit Kasten in einem derartigen Tempo lossprinteten um als erste oben zu sein, wo man echt dachte: die müssen völlig durchgeknallt sein. :lol:
    Um den Fluss und das Gedrängel der Bierathleten beim Start nicht weiter negativ zu beeinflussen wurde also erst mal genüsslich das erste Bierchen aufgemacht um dann gemütlich den Aufstieg in Angriff zu nehmen.

    Bierathlon los

    der erste Anstieg noch voller Tatendrang

    Zwischendurch gab es selbstverständlich immer wieder kleine Verschnaufspausen in der das nächste Bier dann geleert wurde was erstaunlich einfach von der Hand in den Mund ging. Man könnte fast meinen wir wären nicht satt geworden nach dem ausführlich genüsslich leckeren Brunch davor. :)

    Bierathlon Engel

    unser Mädels-Team: 3 Engel für den Bierathlon

    Apropos: ich weiß nicht was für Pillen ich in der Frühe in meiner Milch hatte bzw. wer oder was mich da geritten hatte, aber ich bin (nicht nur meinem Team) wohl tierisch auf die Nerven gegangen indem ich ständig weiter wollte und eigensinnig ehrgeizig unsportlich und nicht teamfähig den Kasten alleine immer wieder mal n Stückchen weiter getragen habe… bis mich meine Komillitonen und das Bier wieder halbwegs haben zur Ruhe kommen lassen. Es tut mir leid :cry: …und ich will auch nächstes Jahr genau so wieder mit euch mitlaufen und mit niemand anderem :!:

    Bierathlon PFAK

    unser Jungs-Team: P.F.A.K.

    Schlussendlich kamen wir alle heile oben an (mit leerem Kasten) ;-) Für die hardcore-Bierathleten gab’s dort natürlich auch nochmal Bier und leckere Thüringer Rostbratwurst zur Stärkung. Leider leider währte die Freude über das erlangte Ziel nur kurz denn Petrus meinte es nicht gut mit uns (der Eismann aber schon), hehe. Beim Abstieg fing es an wie aus Küblen zu schütten… :twisted:

    So trudelten wir alle verstreut in kleinen Einzelgruppen und durchnässt bis auf das allerletzte Hemd (das dann auch noch abgegeben wurde ;-) ) wieder zu Hause ein. Die anschließende heiße Handtuch-Pyjama-Striptease-Party war auch sehr ähm hmmm ja spassig. *g* Mehr sag ich nicht. :lol:
    Mit einem liebevoll zubereiteten italienischen Abendessen (danke!) ließen wir den Abend erschöpft ausklingen…

    Der Tag hat mir echt super viel Spass gemacht, absolut genial! Liegt wohl an euch - was für ein Glück. Danke auch an die vielen fleißigen Fotografen. Thx für diese tolle Erfahrung und nächstes Jahr sind wir hoffentlich alle wieder dabei!